Sozialstation übernimmt zusätzliche Aufgaben in Schonach | Start zum Jahreswechsel 2027/2028

In anderthalb Jahren könnte es so weit sein: Dann soll in Schonach eine moderne Anlage mit 13 Seniorenwohnungen inklusive Tagespflege eröffnet werden. Mit im Boot ist die Sozialstation St. Marien als sogenannter Betreuungsträger. Eine Aufgabe, auf die sich Michael Polomski, Geschäftsführer der Sozialstation, freut.
Damit wächst das Engagement der Triberger Einrichtung in Schonach. Dort betreibt die Sozialstation seit fünf Jahren eine Tagespflege mit zwölf Plätzen. Weitere 15 Plätze werden in der neuen Wohnanlage geschaffen. Doch das ist nicht alles, sagt Michael Polomski mit Verweis auf die Aufgabe als Betreuungsträger fürs Betreute Wohnen: „Wir werden das gemeinschaftliche Miteinander unterstützen, vor Ort für Fragen zur Verfügung stehen sowie kleinere Veranstaltungen und Aktivitäten organisieren.“ Konkret gehe es darum, den Bewohnerinnen und Bewohnern Sicherheit, Orientierung und soziale Teilhabe im Alltag zu bieten.
Das Besondere an dem Vorhaben in Schonach, dessen Spatenstich Anfang August erfolgte, ist das integrative Versorgungskonzept: Die Tagespflege wird im selben Gebäude untergebracht und somit barrierefrei erreichbar sein. Gedacht ist es in erster Linie für „die Bewohnerinnen und Bewohner des Betreuten Wohnens. Sie können dieses Angebot bei Bedarf nutzen“, beschreibt es Michael Polomski. Der 34 Jahre alte Triberger leitet seit 1. Juli 2026 die Geschäfte der Sozialstation St. Marien Raumschaft Triberg e.V. Für ihn ist dieses Projekt ein „wichtiger Meilenstein in der Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen. Bislang gab es vor Ort keine vergleichbaren Angebote für diese Zielgruppe.“ Das gelte für Schonach, aber auch darüber hinaus. „Für die Raumschaft Triberg, Schonach und Schönwald entsteht damit eine bessere und durchgängige Versorgungsstruktur.“
Die Vorbereitungen für den Start des integrativen Wohnprojekts am Kurpark in etwa 18 Monaten haben auch innerhalb der Sozialstation längst begonnen. „Wir bauen bereits langsam Personal für die neuen Angebote auf“, sagt der Verantwortliche. Gesucht werden etwa Mitarbeitende für den Fahrdienst sowie Betreuungskräfte. Doch auch aktuell seien gute Leute herzlich willkommen. Das Unterstützungsspektrum der Sozialstation umfasst nahezu das gesamte Versorgungsspektrum: von der Nachbarschaftshilfe über die häusliche Kranken- und Altenpflege bis hin zur Tagespflege.
Bauträger der Wohnanlage ist die FWD Hausbau- und Grundstücks GmbH aus dem badischen Dossenheim. Die Anlage soll laut Planungen 13 Wohnungen für Betreutes Wohnen mit zwei oder drei Zimmern umfassen. Geplant wurde es von der Bilger Fellmeth Architekten Partnerschaft mbB aus Frankfurt. Der Einzug in eine der Wohnung ist laut Stadtverwaltung Schonach frühestens mit 60 Jahren oder einem Behinderungsgrad von 50 Prozent möglich.
Mehr zum Spatenstich und dem Projekt sind ebenfalls auf der Seite der Stadtverwaltung abrufbar. Zudem hat die FWD einen Flyer veröffentlicht, der hier heruntergeladen werden kann.